Mit der Gründung der Gymnasien in Sachsen 1992 griff die Schule Gedanken der humanistischen Bildung der Lateinschule sowie des humanistischen Gymnasiums wieder auf und unterrichte als eine der wenigen Schulen in Sachsen Latein ab Klasse 5.

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1996 wurde unser Gebäude einer Teilrekonstruktion unterzogen. Die Fassade erstrahlt wieder in neuem Glanz. Auch die Aula mit ihrem historischen Deckengemälde, das während der Rekonstruktion entdeckt wurde, ist restauriert. Um so verwunderlicher war es, dass die Stadt 1997 erwog, unser Gymnasium zu schließen, da eine Reduzierung der 1992 entstandenen Gymnasien auf Grund der sinkenden Schülerzahlen notwendig wurde und die Schule nicht die nötigen Räumlichkeiten für eine dreizügige Schule bot. Schüler, Eltern und Lehrer wandten sich gegen diese Schließungspläne, da es eine Schule betroffen hätte mit einer beispielhaften Tradition, die viele bedeutende Persönlichkeiten hervorgebracht hat.

 

 

 

 

In dieser Zeit haben der Schulförderungsverein und ein Bürgerverein, der zum Zweck der Erhaltung des Gymnasiums Hohe Straße gegründet wurde, mit vielfältigen Initiativen unter Einbeziehung ehemaliger Schüler aus der ganzen Welt einen entscheidenden Beitrag für den Fortbestand unserer Schule geleistet. Außerdem sind viele innovative Ideen zur Gestaltung von Schule entstanden. Dazu gehörten Gedanken zur Ausgestaltung der Abiturstufe unter den Bedingungen einer kleineren Schule, eine Fremdsprachenkonzeption, die Entwicklung der Schule zu einem kulturellen Zentrum und auch das Ringen um den Titel "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage", der dem humanistischen Gedanken unserer Schule in unserer heutigen Zeit folgt.

In einem Grußwort anlässlich der Feierlichkeiten "600 Jahre gelehrter Unterricht in Chemnitz" hat sich der damalige Oberbürgermeister Dr. Seifert 1999 für den Erhalt unserer Schule ausgesprochen: "Die Chemnitzer Öffentlichkeit und die Stadtverwaltung haben sich in der Diskussion der letzten Jahre zum Fortbestand des Gymnasiums Hohe Straße bekannt. Wir streben an, durch den Um- und Ausbau eines zweiten Objekts bis zum Jahre 2002 diesen gymnasialen Standort zu sichern ... Denn das Gymnasium Chemnitiense auf dem Kaßberg und die Stadt Chemnitz gehören unwiderruflich zusammen."

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