fes_60erIn der sowjetischen Besatzungszone und später in der DDR veränderte sich der Bildungsweg zum Abitur, die bis dahin übliche gymnasiale Bildung gab es nicht mehr. Ab der 9. Klasse kamen die Schüler zur Erweiterten Oberschule, um dann nach insgesamt zwölf Schuljahren ihr Abitur abzulegen.

Zunächst erhielt die Schule 1948 die Bezeichnung Oberschule mit Altsprachenbezug, Hohe Straße. 1949 wurde sie in Friedrich-Engels-Oberschule umbenannt, die von den Schülern FES genannt wurde. Die Schule gehörte zu den drei Erweitesten Oberschulen in Chemnitz, wobei sie sich von den anderen beiden durch ihren Bildungsgang unterschied.

kollegium_60erSie zeichnete sich durch eine vertiefte sprachliche Bildung aus, denn neben Russisch, Englisch und Französisch wurde auch Tschechisch gelehrt. Der Altsprachenbezug blieb ebenfalls erhalten durch die Fächer Latein und bis 1966 Griechisch. Diese vertiefte Sprachausbildung war der Grund dafür, dass an unserer Schule durchgängig eine vierjährige Ausbildung bis zum Abitur erfolgte. Das förderte das Zugehörigkeitsgefühl zu unserer Schule und ließ ein Identitätsgefühl entstehen. Dazu trugen neben vielen kulturellen Veranstaltungen, die zumeist von der FDJ organisiert wurden, auch die Sommeraufenthalte in unserem Ferienlager Seedorf an der Ostsee bei. Die gesellschaftlichen Wandlungen 1989, die in die Wiedervereinigung 1990 mündeten, veränderten auch die Schule.

 

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