Kanada...

Noch nie hatte ich mich mit diesem fernen Land so richtig beschäftigt. Und jetzt bot sich mir über die Teilnahme am Filmfestival „Carrousel international du film de Rimouski“ die Gelegenheit, dort hinzureisen. Nachdem die Flugtickets gekauft und das Geld umgetauscht war, ging es am 18. September endlich los.

Relativ früh starteten Frau Becker und ich aus Dresden mit dem Flieger nach Frankfurt und von dort aus dann direkt nach Montreal. Insgesamt dauerten beide Flüge so ca. 8 Stunden. In Montreal hatten wir Hotelzimmer für eine Nacht gebucht und obwohl ich nur noch ins Bett fallen wollte, konnte ich nicht widerstehen, das bunt leuchtende Montreal und sein  Nachtleben einige Minuten zu bewundern. Am nächsten Morgen ging es dann 7h lang per Bus am St. Lorenz Strom entlang nach Rimouski. Die Stadt liegt wunderschön am Ufer des Flusses und obwohl es schon dunkel wurde, bot sich uns während der Ankunft ein toller Anblick. Wir wurden dann auch direkt herzlich von unserer Gastfamilie und dem Festivalleiter begrüßt.

 In den darauffolgenden Tagen lernte ich meine Jury-Mitglieder der „Jury adolescent“ kennen und wir verstanden uns alle sehr gut.

Zusammen schauten wir im Verlauf des Festivals 7 Kurzfilme und 6 Spielfilme aus verschiedenen Ländern an. Eigentlich hatte ich mir fest vorgenommen, meine Französisch-Kenntnisse in Kanada ein wenig zu verbessern, aber ich musste dann leider fest stellen, dass ich durch den Akzent in Quebec nicht viel verstand. Nachdem ich dann Jedem erklärt hatte, wieso ich das was er gerade gesagt hat, leider nicht verstanden habe, nahmen alle Rücksicht und die Kommunikation ging fortan größtenteils auf Englisch weiter. Auch die Film-Besprechungen in der Jury liefen zweisprachig ab.

Die Gala am Ende der Festivalwoche bildete einen schönen und unterhaltsamen Abschluss. Es wurden viele Preise vergeben von Juris aller Altersklassen. Auch unsere „Jury adolescent“ vergab dann jeweils einen Preis für den besten Kurzfilm, Spielfilm und auch 2 weitere lobende Erwähnungen, wobei jedes Jurymitglied noch eine kleine Rede hielt. 

Zu ergänzen wäre auch noch, dass unsere Woche nicht nur aus Filmeschauen und -auswerten bestand, sondern wir auch Workshops zum Thema Film hatten und ich auch einige Ausflüge mit meiner Gastfamilie in die wunderschöne Natur unternahm.

 

Dann war meine Festivalwoche in Rimouski leider schon wieder vorbei, jedoch wartete ja noch ein Tag in Montreal auf mich. Mit einem Tagesticket in der Tasche erkundeten wir einige der vielen Sehenswürdigkeiten Montreals, wie z.B. den Olympiapark, das Rathaus oder den alten Hafen. Die Stadt beeindruckte mich sehr, von der Skyline über die allgegenwärtige Sauberkeit bis hin zur interessanten Mischung von alten und neuen Gebäuden. Ich hätte gerne noch mehr von diesem so vielfältigen Kanada gesehen und mit dem Gedanken, wie ich meine Eltern zu einem Urlaub nach Montreal überreden könnte, saß ich schon wieder im Flugzeug auf dem Weg nach Hause.

 

Jenni Hopfe (Klasse 9c)