Die Schule legt die innere Spur des geistigen Lebens des Menschen. Viele fühlen sich deshalb zeitlebens mit ihrer Schule verbunden. Gern kommen sie an den Ort zurück, suchen den Kontakt zu ehemaligen Lehrern und Mitschülern, spüren die Erinnerungen und den eigenen Weg.

Diese Verbundenheit mit ihrer Schule ließ 1968 anlässlich des 100jährigen Schuljubiläums bei ehemaligen Schülern in den Altbundesländern den Wunsch entstehen, einen Freundeskreis zu gründen, der dann in den

Schulförderungsvereins des früheren Staatsgymnasiums Chemnitz e.V.

mündete.

Die Gründung des Vereins erfolgte 1991. Ein wichtiger Passus der Satzung lautete:

„...Der Verein verfolgt den Zweck, Bildung und Bestand eines humanistischen Gymnasiums in Chemnitz zu fördern..."

Seit 1991 unterstützt nun der Schulförderungsverein vielfältig und sehr aktiv unser schulisches Leben.

Bei der Bildung des Gymnasiums 1992 zeigte er ein großes Engagement für die Wiederbelebung der humanistischen Tradition unserer Schule. Er gewährt umfangreiche finanzielle Hilfe bei der Gestaltung schulischer Projekte. Dazu gehören die Bibliothek, die Schülerzeitung Penne Trant, Klassenfahrten, der Schüleraustausch, Buchprämien für Schüler und auch die Elektroinstallation für die Außenbeleuchtung unseres Hauses Hohe Straße 25, die in besonderer Weise die Schönheit der Fassade sichtbar gemacht hat. Jährlich erhalten die besten Schüler, die sich in das Ehrenbuch unserer Schule eintragen, eine Auszeichnung. Oftmals werden  Projekte durch die Unterstützung des Fördervereins erst möglich, wie zum Beispiel unsere Lyrikbände.

Eine große Ausstrahlung in der Öffentlichkeit haben die Schulfeste zu schulischen Höhepunkten, die der Schulförderungsverein organisiert. Mit den großen Veranstaltungen in der Stadthalle, dem traditionellen Ball im Chemnitzer Hof und den verschiedenen Klassen-und Jahrgangsstufentreffen wird die Tradition unseres Gymnasiums bewusst gemacht.

Als 1997 die Weiterexistenz unseres Gymnasiums gefährdet war, hat der Schulförderungsverein durch umfangreiche Initiativen unter Einbeziehung ehemaliger Schüler aus der ganzen Welt einen entscheidenden Beitrag für den Fortbestand unserer Schule geleistet. Viele ehemalige Schüler haben sich in Schreiben an den Stadtrat gewandt und die Notwendigkeit der Erhaltung betont:

„Die Stadt Chemnitz sollte sich glücklich preisen, in unserem Gymnasium auf der Hohen Straße nicht nur ein denkmalgeschütztes Schulgebäude aus dem Jahre 1872 zu besitzen, sondern darüber hinaus in dessen Mauern auch noch ein lebendiges Stück bester Schultradition. ... Was für einen Sozialisationskern besitzt die Stadt Chemnitz doch in diesem Gymnasium!"
Prof. Peter Hauptmann, Theologe, Abitur 1947

Es entwickelte sich zu diesem Zeitpunkt auch eine große Spendenaktion, um die Restauration der Aula zu unterstützen. Eine Spende von 40 000 DM konnte dem Schulverwaltungsamt überwiesen werden - es gab viele private Spenden, Schüler sammelten Geld durch Pausenversorgung, ein Benefizkonzert - getragen von ehemaligen Schülern - fand in der Pauli-Kreuz-Kirche statt.

2005 konnte der mit Spendengeldern restaurierte Flügel zu unserer letzten großen Veranstaltung, einem literarisch-musikalischen Abend, in der Aula eingeweiht werden.

Viele weitere große Schulprojekte unterstützt der Förderverein, z.B.  beim Prozess der Fusionierung mit dem Leibniz-Gymnasium und bei der Gewinnung von Schülern für unser Gymnasium und beim Wiedewreinzug in unser zuletzt saniertes Schulgebäude Hohe Straße 25.

Im Herbst 2008 gab es ein großes Schulfest anlässlich des 140jährigen Bestehens unseres Gymnasiums.

Damit war dann auch das Ringen um die Erhaltung unseres Gymnasiums abgeschlossen.